09.20: Einwassern in Wollishofen bei der
Seerose. Mit je fünf Ruten und einer Menge von Baits stechen Noah und ich mal
wieder gemeinsam in der Zürisee. Egli ist unser Zielfisch
09.30: Das
Ein- und Auswassern ist reine Routine und dauert knapp 10
Minuten. Nur noch "tackle on board" sowie Auto und Trailer parkieren. Unter
der Woche hat es bei der Seerose auch immer genügend Parkplätze; ebenfalls am
Samstag und Sonntag vor 07.00 Uhr.
09.33: Drei
Minuten später sind wir an unserem ersten Spot angelangt. Das Wasser ist
erstaunlich ruhig und ich entscheide mich spontan für Topwater. Noah nimmt
konsequent die Sage zur Hand und montiert einen schwarzen Streamer. An diesem
genialen Tag sollte Noah den Köder nicht mehr wechseln. Flyfishing rockt!
09.49: Der
erste Wurf in Richtung Uferzone mit dem LC-Gunfish (die MB-Pagani ist einfach
nur geil) und schon nach den erste Umdrehungen schmatzt ein gutes Egli den
Köder ein. Action pur!! Schnell den "Livewell" gefüllt und das knapp 30cm Egli
schwimmt im Bassin (nicht bassin). Nächster Wurf; schon wieder. Die ersten drei
Würfe bringen je ein gutes Egli der Klasse Ü-25 ins Bassin.
10.14: Plötzlich
wird es hektisch auf dem Bassboat. Noah hat ein gutes 35er Egli mit dem
Streamer überlistet. An der feinen sensiblen Fliegenrute - die Rute ist voll
durchgebogen - ist der Drillfaktor garantiert. Nach ein paar bangen Sekunden
(man meint ja immer Minuten) landet das Streamer-Egli im Livewell.
10.23: Köderwechsel? Die letzten 10 Würfe mit
dem Gunfish haben nur noch ein paar kleine Attacken ausgelöst. Soll ich wieder
wie immer? Jackall Squirrel!! OK. Der Squirrel ist ja immer noch an der Firangi
montiert. Und schon der zweite Wurf bringt wieder einen guten Fisch ins Boot.
So geht es am gleichen Spot - mal 30m weiter oben mal 30m weiter unten - Schlag auf Schlag. Nach
einer Stunde schwimmen 15 Egli im Boardpool.
10.50: Kurze Pause - Lagebesprechung. Noah:
"wo waren wir noch nie?" Antwort: "ich glaube nach Stäfa in
Richtung Rapperswil" Noah "also gömmer, hey Vollgas". Ruten
befestigt, innere Uferzone verlassen und dann mit Fullspeed (60km/h) in Richtung
Stäfa. Kurz ein paar verdächtige Stellen befischt - nichts. Nochmals ein paar
Kilometer weiter sieht es sehr nach Alet aus. Und wirklich! Noah hat bereits
sein erstes Züriseesommer-Alet am berüchtigten Streamer gefangen. Noch kein Grosses
aber….
11.35: Ich denke irgendwie an Hecht. Und das
heisst für mich ITO Vision 110. Habe ja noch die Shimano Akrab mit der Abu Revo
STX, Geflecht und einem Stahlvorfach bereit. Schnell montiert und in Richtung verdächtigem Spot geschlenzt. Ich komme gerade noch dazu die Kurbel zu drehen und schon kommt ein
knallharter Biss. Ein Hecht? Bin aber nicht wirklich sicher. Sehr starker
Widerstand scheint zuerst meine Annahme zu bestätigen. Doch nach zu kurzer Zeit
ist die Luft draussen und der grosse Weissfisch gibt klein bei. Ein wirklich
fettes Alet hat sich den Vision reingezogen. Und ich sag ja immer: Stahlvorfach
und Alet oder Egli geht nicht? Geht eben doch!
11.40:Ich
sage noch zu Noah, die sind für deine Fliegenrute ziemlich gross…
…und schon
knallts. Jetzt kommt wirklich der Minuten-Drill mit rasanten Fluchten ins Schilf
und wieder raus. Aber auch dieser Fisch wird nach knapp 2 Minuten müde.
Die Landung mit dem Ocean Mark ist ein Kinderspiel und bei grossen Alets
(Döbel) eine perfekte Lösung. Kurzes Fotoshooting und der Fisch verabschiedet
sich mit einem Spritzer. An diesem Freitag gibt es noch einige mittlere bis
grosse Alets - vor allem an der Fliegenrute.
Freitag der
Dreizehnte war unser Glückstag!
Erkenntnis
1: Egli auf Top-Water ist einfach geil (Pagani sei dank)
Erkenntnis
2: Grosse Köder = grosse Fische - gilt auch für Alet
Erkenntnis
3: Alet sind stahlvorfachunscheu
Erkenntnis
4: Fliegenfischen auf die heiklen Alet ist perfekt
Erkenntnis
5: Meine drei Meiho 3080 haben sich mehr als bewährt
Was ich
noch vergessen habe; hier unten sieht es verdächtig nach Bass aus!