Samstag, 11. August 2007 Noah und ich waren am Samstag schon früh auf dem Wägitalersee. Neben Dauerpisse und Nieselregen hatten wir ein paar Egil verhaftet und ein paar Alet bissen agressiv auf unsere Wobbler. Aber bis Mittag hatten wir keine einzige Forelle im Kescher. Wetterwechsel (ein wenig Sonne) und Standortwechsel brachten nach zwei Würfen einen Doppeldrill. Je eine 35er war im Fischkasten. Dann ging es Schlag auf Schlag. Plötzlich biegt sich die feine Pezon Michel Redountable Bass von Noah bis zum Bogen krumm. Fluchten mit sirrender Bremse. Sprünge und nochmals Fluchten. Hält das monofile 2kg Garn? Doch nach ein paar weitern Fluchten konnte ich die schöne Dame keschern. 64cm und 3.8kg schwer. Freue herrscht.
Dieser Samstag wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Kaum noch zu toppen
Wir fischen immer vom Boot aus und ausschliessich mit Kunstköder. Und wir haben ausgerechnet, dass wir an so einem Tag zusammen an die 1000 gezielte Würfe machen. Köderwechsel ist nur bis zum ersten Biss angesagt. Danach wird gleichgeschaltet.
Sonntag, 12. August 2007 Wohin gehen wir heute fischen. Nach dem späten Frühstück - wir mussten den Fang ja feiern und verzehren - entschlossen wir uns für den Walensee. Aber...keine Fische, kein Drill. Szenenwechsel war angesagt. Wieder landen wir am Wägitaltersee. Diesmal aber erst um 13.05 Uhr. Boot gemietet, Patente gelöst und ab auf den See. Beim zweiten Wurf bereits eine gute 34er im Kescher. Wenn das so weiter geht? Und dann folgt Biss auf Biss. Die einen machen wilde Fluchten und entkommen und ein paar bleiben im Fischkasten. Bei mir war Köderwechsel angesagt. "Big bait produced big fish". Erster Wurf, langsames gemächliches einkrubeln und dann...knallhart kommt der Biss. Das Riesenfich dreht sich ab, die Rute biegt sich durch und als ich den Fisch das erstemal richtig sehe zittern mir die Beine. Jetzt beginnt ein Drill mit mehreren Fluchten, die Bremse surrt, die Schnur geht ab und der Fisch taucht ab, zehn, zwanzig Meter Schnur gehen von der Rolle. Nochmals und nochmals beginnen die Fluchten von vorne. Jedesmal wenn der Fisch in die Nähe des Bootes kommt, erneute Flucht. Auch ich hatte eher feines Monofiles montiert. An einer Spro Passion mit einer Shimano Twin Power lässt es sich kraftvoll und doch weich drillen. Unseren grossen Kescher hatten wir ja zuhause gelassen, weil wir eigentlich an den Walensee wollten. Und der kleine Leihkescher von Holdenrieder...na ja.
Dank der professionellen Kescher-Arbeit von Noah konnte ich nach ein paar Minuten heissem Drill meine 62er sehr schön gezeichnete Regenbogenforelle bestaunen
Noch ein paar Bilder.
Wegen den Dimensionen.
Die kleine hat auch 34cm.
Das Weibchen hatte ziemlich verkrüppelte Flossen. War aber fett und die Filets waren lachsrosa und haben sehr fein geschmeckt.
Hier das Gegenstück. Die Flossen waren alle vorhanden und die rote Färbung ist kein Blut.